Fertigung
Ein Produkt ist konzeptioniert und fertig entwickelt. Nun muss es hergestellt werden, damit man den virtuell angelegten Nutzen auch real ausschöpfen kann.
Was muss man zuerst beachten
Erklärung zur Fertigung allgemein
„Die“ Fertigung gibt es in der Realität kaum – Fertigung, also die Herstellung von Produkten – kommt meist als eine Kombination verschiedener Prozesse oder Verfahren daher. Oft genug werden hierbei auch Verfahren aus der additiven Fertigung mit subtraktiven Verfahren kombiniert.
Ein plakatives Beispiel ist die Herstellung eines Innengewindes – natürlich kann ein Gewinde bei einem filamentgedruckten Bauteil auch „gedruckt“ werden. Je nach Optimierungsgrad der Prozessparameter gelingt dies definitiv recht gut. Oder eben auch nicht – dann ist es das Einfachste, wenn mit einem klassischen Gewindebohrer das Gewinde geschnitten – also spanend erzeugt – wird.
Additive Fertigung
Eine Vielzahl von grundsätzlichen, additiven Fertigungsverfahren ist heute verfügbar
und es werden immer noch mehr.
Häufig werden auch Verfahren weiterentwickelt oder verändert.
Für uns bei Peritus Printum sind die verschiedenen
additiven Herstellverfahren für moderne Fertigungsprozesse nicht mehr wegzudenken:


Subtraktive (konventionelle)
Fertigung
In vielen Bereichen ist die subtraktive Fertigung auch weiterhin unverzichtbar.
Sei es die Nachbearbeitung von additiv hergestellten Bauteilen oder
auch die komplette subtraktive Fertigung von Komponenten.
Unsere Möglichkeiten der Fertigung
Prototypenbau / Komponentenentwicklung
Ihre neue Konzeptidee soll erstmals in ein greifbares Bauteil oder in einen funktionierenden Prototypen „übersetzt“ werden. Oder ein bereits existierendes Funktionsteil soll im Versuch optimiert werden.
Serienfertigung
Die Serienfertigung unterscheidet sich in Ihren Anforderungen grundlegend vom Prototypenbau – der Herstellprozess muss abgesichert sein, die Prozessparameter müssen valide sein und die Nachbearbeitung muss auf ein Minimum reduziert sein.

Leichtbau
Sie benötigen leichte Bauteile? Wir haben viel Erfahrung und Kompetenz in der Gewichtsreduktion von Funktionsteilen – sei es durch Funktionsintegration, Materialauswahl oder durch einen ausgehöhlten Körper (an Stelle von Vollmaterial).
Post Processing
Nach dem Druck ist vor der Nachbearbeitung…. einige Produkte können direkt aus dem „3D-Drucker“ versendet und verbaut werden. Dies ist jedoch nicht immer so – häufig ist eine bestimmte Oberflächenstruktur gewünscht, eine Farbe, technische oder ästhetische Eigenschaften.

Die MediProtektor®-Familie
Unser MediProtektor® ist eine stetig wachsende Produktfamilie von Schutzvorrichtungen für den Rohrpostbetrieb. Mit innovativen und robusten Lösungen zum Schutz empfindlicher Güter in Rohrpostbüchsen in Krankenhäusern bieten wir mit einer Mischung aus Kreativität – unter Ausschöpfung der Möglichkeiten additiver Serienfertigung – Lösungen, die noch vor wenigen Jahren unvorstellbar waren.
Rohrpostbüchsen-Inlays neu gedacht.
Schnelle Antworten
FAQ – was die meisten wissen wollen
Antworten auf die meist gesuchten Themen zu unseren Fertigungsmöglichkeiten.
Bei detaillierteren Anliegen, melden Sie sich gern persönlich bei uns. Wir finden auf jede Frage eine passende Antwort.
Ich erwäge, ein fertig entwickeltes Bauteil additiv fertigen zu lassen.
Wodurch könnte mir Peritus Printum einen Mehrwert bieten?
Zunächst einmal gibt es nicht „DIE“ additive Fertigung, sondern eine große Familie verschiedener Fertigungsverfahren. Wenn man dann noch die Vielzahl verschiedener Werkstoffe hinzuzählt, wird es schnell sehr unübersichtlich. Ob ein „gedrucktes“ Bauteil die geforderten Anforderungen erfüllt, hängt von sehr vielen und vor allem anderen Faktoren, als bei der subtraktiven bzw. konventionellen Fertigung ab. Unsere Expertise kann Ihnen helfen, für Ihre Anforderung das richtige Material, das passende Verfahren und auch die richtige Fertigungslage zu finden. Bei unserer Bewertung kann auch heraus kommen, dass wir die Komponente noch einmal im Hinblick auf die zu erwartenden Kräfte und die additiven Fertigungsprozesse überarbeiten – schließlich wollen wir in Summe einen Mehrwert gegenüber der konventionellen Fertigung generieren.
„Wir benötigen keine additiv gefertigten Bauteile – wir stellen alles auf unseren 5-Achs-Fräsmaschinen durch unsere eigenen Mitarbeiter her.“
Diese Aussage ist an sich nicht zu kritisieren. Eine Vielzahl von Unternehmen ist vollständig „autark“, hat eine ausprägt hohe eigene Prozesstiefe. Um sich weiter zu entwickeln halte ich jedoch einen offenen Blick auf technologischen Fortschritt für wertvoll und anzuraten. Natürlich kann ein Kunststoffspritzgussteil durch Schieber verschiedene Kanäle im Innern erhalten: wenn hier jedoch strömungsgünstige, abgerundete Geometrien (etwa Kanäle, die nicht stumpf aufeinander stoßen) realisiert werden sollen, so ist ein Blick auf additive Fertigungsprozesse wertvoll bis unverzichtbar. Ebenso verhält es sich mit additiv gefertigten Metallkomponenten – hier sind heutzutage Geometrien wie auch Materialpaarungen realisierbar, ohne die die aktuelle Luft- und Raumfahrtindustrie nicht existieren könnte.
Wie kann ich mir die Eigenschaften eines additiv gefertigten Metallbauteils vorstellen? Ist es spröde?
Ein im LPBF-Verfahren hergestelltes Edelstahlbauteil lässt sich genau so bearbeiten wie ein durch drehen. fräsen, umformen hergestelltes Bauteil. Die Dichte entspricht zu 99,9% der Dichte von Vollmaterial. Die additiv gefertigten Bauteile können somit auch spanend bearbeitet werden, sind sehr gut schweißbar und können wärmebehandelt werden.
Was ist Ihre Anwendung?
Ich benötige ein sehr leichtes, belastbares gefertigtes Metallbauteil.
Bin ich damit bei Peritus Printum an der richtigen Adresse?
Unbedingt! Wir fertigen Metallbauteile aus Edelstahl 17-4PH (1.4542) nach dem LPBF-Verfahren. Dieser Fertigungsprozess eröffnet viele Möglichkeiten für hochfeste und zugleich leichte Strukturbauteile, da wir Bauteile mit sehr geringen Wandstärken „aushöhlen“ können. Damit liegen wir beim Bauteilgewicht häufig unter dem von einem identischen, massiven Aluminiumbauteil (ohne dessen Nachteile wie z.B. die geringe Korrosionsbeständigkeit). Unser martensitische Edelstahl liefert eine hohe, edelstahltypische Korrosionsbeständigkeit in Kombination mit der Festigkeit eines Werkzeugstahls.
Zur Veranschaulichung verwende ich gern folgendes Bild: eine additiv gefertigte Schraube aus unserem 17-4PH entspricht etwa einer Festigkeitsklasse 12.9 – beindruckend, oder?
Bringen Sie Ihr Projekt mit uns auf ein neues Level!
Sie haben die wirtschaftlich oder technisch sinnvollen Möglichkeiten Ihrer spanenden Fertigung ausgeschöpft? Sie suchen nach mehr Möglichkeiten der Funktionsintegration in einem Bauteil? Ein Werkstoff soll durch ein anderes Material ersetzt werden – hierzu bietet sich die additive Fertigung an!



