Post Processing
Manchmal „drucken“ wir ein Bauteil und es ist fertig.
Häufig verleiht jedoch gerade die Nachbearbeitung den sprichwörtlichen „letzten Schliff“ – Funktionsflächen werden optimiert, Oberflächen veredelt, Farbgebung ins CI eingepasst … genau wie bei der konventionellen Fertigung.
Vorab eine Begriffsklärung
Post Processing ist ein wichtiger Erfolgsbaustein
Farbe, Oberfläche, Passung, Anmutung, Haptik, Eigenschaften, …. diese Schlagworte kommen uns sofort in den Sinn, wenn wir von Post Processing – also „Nachbearbeitung“ – sprechen. Häufig wird durch diese Arbeitsschritte der einwandfreie Gebrauch oder die überzeugende Formensprache erst hergestellt.
Mit 20% des Aufwands werden 80% der Wirkung bzw. Funktion erlangt. Aber eben lediglich 80%.
Dieses Verhältnis kennen wir aus verschiedenen Bereichen des Lebens – auch hier gilt die berühmte 80/20-Regel. Der Aufwand für die letzten 20% wird oftmals unterschätzt – aber er ist immer erlebbar!
Anwendungen und Möglichkeiten der Bauteil-Nachbearbeitung
Je nach Bauteil und Anforderung nimmt das Post Processing einen signifikanten Anteil an der gesamten Produktentstehung ein.
Sehen Sie hier die häufigsten und wichtigsten unserer Post-Processing-Skills.

Stützstrukturen entfernen – der Klassiker
Dies ist manchmal wirkliche Feinstarbeit. Eine Lupe zur Vergrößerung und eine ruhige Hand sind hierbei unverzichtbar.
Oder stabiles Werkzeug und rustikale Ansprache – je nach Material und Bauteil.

Oberfläche glasperlenstrahlen
Die Rauhheit wird genommen und die Oberflächenanmutung veredelt – gleichwohl bleibt eine verbindliche Haptik erhalten.
Dies ist gerade bei Edelstahlbauteilen häufig die erste Wahl.

Schmelzen, Reiben, Bohren, Gewinde schneiden
Passungen oder Schraubverbindungen werden auch bei additiv gefertigten Bauteilen häufig benötigt. Passungen werden von uns durch Reiben von Bohrungen auf das präzise Endmaß gebracht.
Gewinde können wir entweder direkt drucken, manuell schneiden oder mittels hochwertiger Gewindebuchsen (Messing) einschmelzen – je nach Anwendung wählen wir die passende Lösung.

Färben von Kunststoffbauteilen
Einige in der additiven Fertigung zur Anwendung kommenden Materialien können ausgesprochen gut durch ein Farbeindringverfahren von uns nachbearbeitet werden. Insbesondere eignen sich hierzu Polyamide.
Diese Färbetechnik hat gerade für Nylon einen weiteren gravierenden Nutzen… Sprechen Sie uns hierzu gern an.

Tempern
Einige hochfeste Kunststoffe können durch einen abschließenden Temper-Prozess nachbearbeitet werden.
Durch definierte Temperatureinwirkung werden die Bauteile hierdurch auf ihr maximal erreichbares mechanisches Fertigkeitsniveau gebracht.

Manuell Schleifen/Polieren
Beim manuellen Schleifprozess können wir einen weiten Bereich von Bearbeitungen darstellen – angefangen beim Entgraten (z.B. um einwandfreie mechanische Funktion/Bewegungen zur gewährleisten) bis hin zu einer individuellen Hochglanzpolitur von repräsentativen (Metall-)Bauteilen.

Entgraten/Glätten
Im maschinellen Gleitschleifprozess können wir einen weiten Bereich von Oberflächenanmutungen darstellen – angefangen beim Entgraten mit abrasiven Schleifkörpern bis hin zu einer starken Glättung der Konturen und Oberflächen.
Das Ergebnis ist neben dem zu bearbeitetenden Werkstoff vom gewählten Schleifkörper und der Bearbeitungszeit abhängig.

Polieren/Glanzverdichten
Im abschließenden automatisierten Gleitschleifprozess können wir Oberflächen durch keramische Körper (nicht abrasiv) glanz- bis hochglanzverdichten.
Dieser letzte Prozessschritt glättet die Oberfläche noch einmal erheblich und kann – je nach Material und Bearbeitungszeit – eine hochglänzende Oberfläche erzeugen.
Wir bringen Ihr Bauteil auf ein neues Level!
Unsere handwerklichen Fähigkeiten, die Expertise und technische Möglichkeiten bestimmen die erzielbaren Ergebnisse – unsere Leistungen können sich sehen und fühlen lassen.
