Serienfertigung

In Abgrenzung zur Einzelteilfertigung bzw. dem Prototypenbau sprechen wir bei größeren Stückzahlen identischer Bauteile von einer Serienfertigung.

Zur Einordnung

Zu unserer Serienfertigung allgemein – Abgrenzung zur konventionellen Serienfertigung

Immer dann, wenn eine größere Stückzahl identischer Bauteile gefertigt werden soll, sprechen wir von Serienfertigung. Wenn wir additiv produzieren, gibt es nur geringe Synergieeffekte wenn die Stückzahl steigt. Diesen Effekt kann man gut mit spanender Serienfertigung vergleichen. Wenn das Zerspanungsprogramm erstellt und die Fräs- oder Drehmaschine eingerichtet ist, entscheidet der Maschinenstundensatz, die Fertigungszeit und das verwendete Material über die Stückkosten.

Beim Kunststoffspritzguss oder Leichtmetalldruckguss ist es anders: hier müssen zunächst vergleichsweise teure Formen erstellt werden. Ab diesem Zeitpunkt sinkt der Teilepreis mit zunehmender Stückzahl. Dieser Zustand hält so lange an, bis entweder die Form „verbraucht“ ist und gegen eine neue Form ersetzt werden muss. Oder – und dies ist auch häufig der Fall – wenn das Bauteil in seiner Geometrie geändert werden muss. Etwa, weil die Anforderungen an das Bauteil gestiegen sind oder weil das Bauteil künftig andere Funktionen erfüllen soll.

Dies erfordert auch eine neue Form oder zumindest eine Bearbeitung der Form und die Amortisation der Formkosten startet von Neuem.

In Serie produzierte Bauteile

Saitenaufnahmebolzen

additiv gefertigt im LPBF-Verfahren
Material: Edelstahl 17-4PH (1.4542)

Rohrstutzen

additiv gefertigt im MSLA-Verfahren
Material: Formlabs Resin Clear V5

Drucktaste für Gurtschloss
(PKW-Sicherheitsgurt)

additiv gefertigt im FDM-Verfahren
Material: ABS GF

Mediprotektor®

MediProtektor®

Eigenentwicklung von Peritus Printum
Material: TPU

SERIENFERTIGUNG

Saitenaufnahmebolzen

Fertigungsgerechte Konstruktion (AM) und
Fertigung von Saitenaufnahmebolzen für elektrische Bassgitarren
Additive Fertigung mittels LPBF
Material: Edelstahl 17-4-ph

Ziele

Höchste Festigkeit bei hoher Zähigkeit
dauerhaft und sicher (an Stelle von Metall-Druckgussbauteilen)
Hochwertiges Finish
Hohe Korrosionsbständigkeit
wettbewerbsfähige Stückkosten bei additiver Serienfertigung

serienfertigung

Rohrstutzen

Der Rohrstutzen ersetzt ein serienmäßiges Spritzgussbauteil. Durch das gewählte Herstellverfahren des Originalteils waren erhebliche Störungen des Strömungsverhaltens zu akzeptieren.
Material: Formlabs Resin Clear V5

Ziele

Fertigung ohne Spritzgussform (–> Kosten)
mechanische Kennwerte vergleichbar mit Original-Teil
bestehende Anschlussmaße mit optimierter Kanalgeometrie kombinieren
Versuche zur Absicherung mit kostengünstigen Prototypen
Ablagerungen des geförderten Mediums sollen reduziert werden
SERIENFERTIGUNG

Drucktaste für das Sicherheitsgurt-Schloss eines PKW

Konstruktion / Reverse-Engineering nach Original-Spritzgussteil
Additive Fertigung mittels Filamentdrucker (FDM)
Material: ABS GF

Ziele

Authentische Anmutung
Perfekte Passform und Funktion
hohe UV- und Temperaturbeständigkeit
hochwertige Haptik

Eigenenticklung

MediProtektor®-Familie

Individuelle Inlays für Rohrpostbüchsen – nutzbar als Variante für Medikamententransport in der Apotheke, für Blutproben oder für alle Arten von Patientenproben
Material: TPU

Ziele

hygienische Inlays (Reinigung mit üblichen Krankenhausreinigern)
Dauereinsatz über Jahre zuverlässig
maßgeschneidert auf Anforderungen und Anlage
Schutzvorrichtung, stoßdämpfend, elastisch
Individualisierung problemlos möglich, Fertigung ab Stückzahl „1″

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